Am 06.10.2009 wurden die Sieger
des diesjährigen Landeswettbewerb
"Gärten im Städtebau 2009"
in Neustadt an der Weinstraße
bekannt gegeben und geehrt.
Presseinformation des Finanzministeriums.
07.10.2009 | Gärten im Städtebau 2009
Gold nach Ludwigshafen und Frankenthal
„Um
überdurchschnittlich schöne Kleingärten anzulegen und zu pflegen, muss
man die Phantasie bemühen, tatkräftig und kontinuierlich Einsatz
zeigen, die Liebe zu Mensch und Natur einbringen – nicht mehr, aber
auch nicht weniger“, sagte Dr. Rüdiger Messal, Staatssekretär im
rheinland-pfälzischen Finanz- und Bauministerium bei der
Preisverleihung des Landeswettbewerbs „Gärten im Städtebau 2009“ in
Neustadt an der Weinstraße.
Messal verwies auf die positive
Wirkung von Kleingartenvereinen. „Kleingärten können Lebensgefühl und
Atmosphäre in einer Stadt erheblich beeinflussen, gerade in Zeiten
wirtschaftlichen und demographischen Strukturwandels. Eine
Kleingartensiedlung bietet ein enormes Potenzial zur Integration von
neu zugezogenen Bürgerinnen und Bürgern.“
Zwei Gärten wurden mit Goldmedaillen prämiert, drei mit Silbermedaillen und sechs mit Bronzemedaillen.
Mit
einer Goldmedaille wurden der Kleingartenbauverein „Süd-Schöngewann“
Ludwigshafen und der Kleingärtnerverein „Rosengarten-Rohrlache“ in
Frankenthal ausgezeichnet. Sie erhalten je 200 Euro sowie eine junge
Esskastanie für die Anlage. Der Kleingartenbauverein „Süd-Schöngewann“
e.V. Ludwigshafen wird Rheinland-Pfalz im kommenden Jahr beim 22.
Bundeswettbewerb in Berlin vertreten.
Zum Kleingartenbauverein „Süd-Schöngewann“ Ludwigshafen:
Laut
Urteil der Jury ist die über 80 Jahre alte Anlage vorbildlich in die
städtebauliche Struktur der Stadt Ludwigshafen eingebunden. Die
Mischung aus privatem und öffentlichem Grün macht die Anlage zu einem
Kleinod mitten in der Industriestadt. Durch die Nähe zum benachbarten
verdichteten Wohngebiet wird die Anlage besonders von Familien mit
Kindern genutzt. Spielplätze in und um den Kleingartenbauverein laden
zum Verweilen ein. Zahlreiche vereinsinterne Aktivitäten wie
internationale Sommerfeste und gemeinsame Reisen spiegeln den guten
Zusammenhalt wider und fördern die Integration der zehn Nationalitäten
der Mitglieder.
Imponiert hat der Kommission der Lehrgarten und
das neu errichtete Insektenhotel: In einer Konstruktion aus Holz und
Stein finden Kleinlebewesen aller Art ein Zuhause. Auf einer
Erklärungstafel können Interessierte viel Wissenswertes nachlesen.
Gerade von Schulklassen und Kindergärten werde das Insektenhotel gern
zum anschaulichen Unterricht genutzt. „Eine hervorragende Idee, die
toll umgesetzt wurde“, lobte Finanzstaatssekretär Messal.
Zum Kleingärtnerverein „Rosengarten-Rohrlache“ in Frankenthal:
Die
Kleingartenanlage in der Nähe des Strandbads überzeugte die Jury durch
ein homogenes Erscheinungsbild und die gelungene Mischung von Zier- und
Nutzgärten.
Als sehr bemerkenswert eingestuft wurde der seit
2006 angelegte Lehrgarten mit Nisthilfen, Bienenstöcken und
Gemüseanpflanzungen, der von einer breiten Öffentlichkeit genutzt wird.
So gibt es einen speziellen Gartenbereich, der von Schulklassen mit
behinderten Kindern immer wieder gerne besucht wird. Auch die
Integration der ausländischen Bevölkerung und die gute Zusammenarbeit
zwischen Kleingartenverein und Stadtverwaltung wurden von der
Bewertungskommission sehr positiv bewertet.
Mit einer Silbermedaille und einem Preis von 150 Euro prämiert wurden:
- der Kleingärtnerverein „Licht-Luft“ in Kaiserslautern,
- die Schrebergartengemeinschaft Landau,
- der Kleingartenbauverein „Buchenstrasse“ in Ludwigshafen.
Eine Bronzemedaille und 100 Euro gingen an den:
- den Kleingärtnerverein Mainz-Bretzenheim,
- Kleingartenverein „rechte rheinseite“ Koblenz,
- Kleingärtnerverein „Feierabend“ Mainz,
- Kleingärtnerverein Trier-Süd,
- Verein der Gartenfreunde Bingen,
- Kleingärtnerverein „Neu-Kürenz“ Trier.
Bewertet
hatte die Jury unter anderem die städtebauliche Einordnung, die
Entwicklung und Sicherung, Planung, Gestaltung und Ausstattung der
Kleingartenanlage einschließlich der Gemeinschaftseinrichtungen, die
gesellschaftliche Funktion des Kleingärtnervereins im Sinne sozialer
Nachhaltigkeit, die ökologische und stadtklimatische Funktion sowie die
Gestaltung der Einzelgärten. Auch Projekte, die im Sinne der „Sozialen
Stadt“ als beispielhaft gelten, wurden besonders gewürdigt.